Familienkrieg

 

Erziehung gegen Gewalt – im täglichen Umgang miteinander ebenso wie in der Familie – ist ein großes Anliegen der Europahauptschule. Daniel Micheel schrieb das beinahe 2500 Jahre alte Theaterstück von Aristophanes „Lysistrata“ völlig neu, kindergerecht und leicht fassbar um.
 


 

In der märchenhaften Komödie „Der Familienkrieg“ wird der peloponnesische Krieg auf einen seit Generationen tobenden Familien-Krieg gemünzt, welcher durch nichts in der Welt schlichtbar scheint. Eines Tages reicht es den befreundeten Ehefrauen: sie beschließen, den Männern fortan ein Zuhause zu gestalten, das so gar nicht in ihr Denken passt.
Anstatt, wenn sie schwer verwundet nach Hause kommen, von ihren Frauen bemitleidet und gepflegt zu werden, erleben sie plötzlich Gleichgültigkeit und Zynismus. Es gibt keine Küsse mehr, kein liebes Wort, ihr Heldentum wird ihnen aberkannt, so dass sie mehr und mehr um die Liebe ihrer Frauen zu bangen beginnen.
Anfänglich beschließen die Kampfhähne, die Frauen mit Raubrittercharme zurechtzubiegen doch gegen die Standfestigkeit ihrer "Kontrahentinnen" ist kein Kraut gewachsen: die Frauen bleiben hart. Und haben Erfolg. Denn eines begreifen die Krieger: ohne ihr Zuhause werden sie zugrunde gehen.Doch mithilfe des Publikums erfahren sie, was die Frauen von ihnen wollen. Es handelt sich nur um ein einziges Wort, das ihnen nicht und nicht über die Lippen springen will:

F R I E D E N
 


Im Anschluss an die Vorstellung hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, Fragen an die beiden Schauspieler zu stellen.